KI Klub Werder e.V.

Drei Ideen, die jetzt weiterlaufen – Rückblick auf die Ideenschmiede vom 17. August

Drei Ideen, die jetzt weiterlaufen – Rückblick auf die Ideenschmiede vom 17. August

Bei der Ideenschmiede in der Klimawerkstatt Werder haben wir gesammelt, geclustert und drei Projekte auf den Weg gebracht: KI-Basics, KI für KMU und einen KI-Baukasten fürs E-Mail-Postfach.

•6 Min. Lesezeit

Am 17. August 2026 haben wir in der Klimawerkstatt Werder keinen Vortrag gehalten. Wir haben gearbeitet. Die Ideenschmiede war der Abend, an dem nicht wir vom Vorstand erzählen, was der KI Klub Werder als Nächstes macht — sondern alle, die da waren, es aufschreiben.

15 Menschen sind an dem Abend gekommen — und das Schöne daran: Es waren längst nicht nur Mitglieder im Raum. Viele sind einfach vorbeigekommen, weil sie neugierig waren und Lust hatten, etwas mitzugestalten. Ein paar von ihnen sind an dem Abend Mitglied geworden. Genau dafür war die Ideenschmiede gedacht.

Mehrere Teilnehmende sitzen an einem langen Tisch und schreiben Ideen auf grüne Klebezettel. Fünf Minuten stilles Brainstorming zum Start: erst schreiben, dann reden. Die Zettel kamen danach alle an die Wand.

Erst sammeln, dann sortieren, dann entscheiden

Der Ablauf war bewusst simpel und in drei Schritte geteilt.

  • Sammeln: Jede und jeder schreibt in fünf Minuten so viele Ideen auf, wie ihm einfallen. Ein Gedanke pro Zettel, keine Diskussion, keine Bewertung.
  • Clustern: Alle Zettel kommen an die Wand und werden gemeinsam zu Themenblöcken gruppiert — Bildung und Workshops, digitale Angebote, Öffentlichkeitsarbeit, Partnerschaften, Förderung.
  • Vertiefen: Danach wird ausgewählt. Wer eine Idee weiterverfolgen will, füllt in einer Kleingruppe einen Projekt-Canvas aus.

Wer am 17. August nicht konnte, konnte die ersten beiden Schritte vorab online mitmachen. Diese Beiträge wurden ausgedruckt, ausgeschnitten und hingen an dem Abend gleichberechtigt an derselben Wand.

Eine Wand aus Schranktüren, voll beklebt mit pinken und gelben Zetteln; davor steht ein Teilnehmer und erklärt einen Cluster. Die Ideenwand nach dem Clustern. Pink sind die Überschriften, gelb die einzelnen Ideen.

Der Projekt-Canvas: eine Idee ist erst eine Idee, wenn jemand sie trägt

Der wichtigste Teil des Abends steckt in einem gelben DIN-A3-Bogen. Der Projekt-Canvas fragt zehn Dinge ab, und die meisten davon sind unbequem: Für wen ist das? Welches Problem löst es? Was ist die kleinste Version, die wir realistisch ausprobieren können? Was brauchen wir dafür? Wer ist Lead, wer Co-Lead, was ist der nächste Schritt — und bis wann?

Unten auf dem Bogen steht der Merksatz, um den es eigentlich geht:

Ein aktives Vereinsprojekt braucht 1 Lead · 1 Co-Lead · 1 nächsten Schritt · 1 Termin.

Das ist die Grenze, die wir uns selbst gesetzt haben. Eine Idee ohne Menschen, die sie tragen wollen, bleibt ein Zettel an der Wand. Das ist völlig in Ordnung — aber dann ist es eben kein Projekt.

Mehrere Teilnehmende sitzen um einen gelben Projekt-Canvas auf dem Tisch und füllen ihn gemeinsam aus. Kleingruppenarbeit am Canvas: Zehn Felder, eine Idee, und am Ende ein Name in der Zeile "Lead".

Diese drei Projekte laufen jetzt weiter

Am Ende des Abends lagen drei ausgefüllte Canvas auf dem Tisch. Alle drei haben einen Lead, einen nächsten Schritt und ein Datum.

KI-Basics — für alle, die noch gar nicht angefangen haben

Die Zielgruppe steht wörtlich auf dem Canvas: alle, die sich für KI interessieren, aber bisher wenig Berührung damit hatten. Das Problem, das die Gruppe lösen will, ist kein technisches — es geht darum, falsche Vorstellungen und Berührungsängste abzubauen.

Deshalb soll das Angebot praktisch sein statt erklärend: alle bringen ihr eigenes Gerät mit, Laptop, Tablet oder einfach das Smartphone, und probieren gemeinsam aus. Im Mittelpunkt steht das erste eigene Erlebnis, nicht die Theorie. Gebraucht werden dafür WLAN, ein Raum, ein Beamer und ein Handout als PDF. Der nächste Schritt ist, das Workshop-Konzept bis Anfang Oktober auszuarbeiten.

KI für KMU — praxisnaher Einstieg für Unternehmen und Selbstständige

Dieselbe Grundidee, aber für eine andere Zielgruppe: kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige in Werder und Umgebung. Das benannte Problem ist die Unsicherheit im Umgang mit KI — nicht fehlende Werkzeuge, sondern fehlende Orientierung, wofür sie im eigenen Betrieb überhaupt taugen.

Die kleinste Version ist bewusst keine Veranstaltung, sondern eine Gesprächsrunde mit Unternehmerinnen und Unternehmern: erst zuhören, welcher Bedarf wirklich da ist, dann ein Workshop-Konzept bauen. Grobkonzept und Kernpunkte sollen bis zum 20. September stehen.

KI-Baukasten E-Mail — KI ans Postfach, aber sauber

Die dritte Idee kommt aus dem Alltag: Wie hängt man eine KI so an sein E-Mail-Postfach, dass sie wirklich Zeit spart — privat wie beruflich? Die Gruppe hat die Hürden gleich mitgeschrieben, und sie sind ehrlich: Sicherheit und Datenhoheit, die Integration in bestehende Systeme, Wissenslücken und schlicht keine Zeit für die Umsetzung.

Der erste Schritt ist deshalb keine Anleitung, sondern eine Demo im Klub. Erst zeigen, dass und wie es funktioniert, dann daraus eine Workshop-Anleitung machen. Zeitrahmen: 30 Tage.

Ein ausgefüllter gelber Projekt-Canvas mit dem handschriftlichen Titel "KI-Basics". Der Canvas zu KI-Basics, so wie er am Ende des Abends aussah. Nichts davon ist ausgedacht — die drei Projekte oben stehen genau so auf diesen Bögen.

Was sonst noch an der Wand hängt

Drei Projekte sind gestartet. Aufgehoben haben wir deutlich mehr, und einiges davon ist schon angestoßen:

  • Förder-KI: eine KI, die passende Fördermittel findet — nicht nur für uns, sondern für andere Vereine, Organisationen und Unternehmen in der Region.
  • Volkshochschule: ein gemeinsamer Kurs oder eine Kursreihe zusammen mit der VHS.
  • Öffentlichkeitsarbeit: wie wir sichtbarer werden, ohne laut zu werden — Blog, Stories aus der Praxis, Formate für Leute, die nicht auf Meetups gehen.
  • KI für Senioren, KI-AG an Schulen, Robotik: mehrere Ideen, KI-Bildung an Gruppen zu bringen, die bisher nicht bei uns auftauchen.

Nahaufnahme von Klebezetteln zum Cluster Öffentlichkeitsarbeit mit den Stichworten Werbung, KI-Blog und KI-Stories. Aus diesem Cluster ist unter anderem der Artikel geworden, den du gerade liest.

Wir suchen Partner — vielleicht dich

Ein roter Faden zog sich durch fast alle Cluster: Alleine kommen wir nur begrenzt weit. Wir wollen mehr Menschen an KI-Bildung heranbringen, und das geht am besten mit anderen zusammen.

Deshalb suchen wir gerade aktiv nach Kooperations- und Netzwerkpartnern. Bist du ein Unternehmen, ein Verein, eine Initiative oder eine Bildungseinrichtung in der Region und hast Lust, mit uns etwas auf die Beine zu stellen? Dann melde dich. Wir haben Ideen, Räume und Leute — und Platz für mehr.

Der Takeaway

Eine Ideenschmiede ist leicht zu organisieren und schwer richtig zu beenden. Der Unterschied liegt nicht in der Anzahl der Zettel, sondern darin, ob am Ende jemand seinen Namen in die Zeile "Lead" schreibt. Bei uns haben das drei Gruppen getan. Genau diese drei Ideen stellen wir beim nächsten Treffen vor — und dann geht es in die nächste Runde.

Nächstes Treffen: KI übernimmt. Und wir?

Am Montag, 21. September 2026 geht es weiter — mit einem Abend über die Zukunft der Arbeit und dem Stand der drei Projekte aus der Ideenschmiede. Alle sind eingeladen, Mitglied oder nicht. Wenn du mitmachen willst: einfach vorbeikommen.

Zur Veranstaltung „KI übernimmt. Und wir?"


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