Volles Haus beim KI Klub Werder: Beim letzten Meetup durften wir Aemal Sayer begrüßen. Der Abend fand auf Englisch statt und zog diesmal besonders viele Gäste aus Berlin an. Die internationale Atmosphäre, kombiniert mit der lokalen Verankerung in Werder, sorgte für intensive Diskussionen und fachlich tiefgehenden Austausch.
Volles Haus beim KI Klub Werder – internationales Publikum aus Werder und Berlin.
Thema des Abends: Enterprise Observability für n8n
Aemal, CTO von Avanoi und Ambassador für n8n, brachte eine praxisnahe Masterclass mit. Im Fokus stand die Frage: Wie schafft man echte Transparenz in komplexen n8n-Umgebungen mit vielen Sub-Workflows und hoher Ausführungsfrequenz?
Gerade in Enterprise-Setups werden Standard-Execution-Logs schnell unübersichtlich. Wer skalieren möchte, braucht eine zentrale, performante und auswertbare Observability-Lösung.
Vibe Coding in der Praxis
Ein zentrales Konzept des Abends war das „Vibe Coding". Die Idee: Statt klassische Software Zeile für Zeile selbst zu schreiben, beschreibt man einem AI-Agenten präzise die gewünschte Architektur und Funktionalität.
Live demonstrierte Aemal mit Replit, wie aus einem klar formulierten Prompt und einem Datenbankschema ein produktionsnahes Dashboard entsteht. Der AI-Agent generierte große Teile von Backend und Frontend und ergänzte sogar sinnvolle UX-Details eigenständig.
Der Fokus verschiebt sich damit: Weniger manuelles Coden, mehr Architektur, Qualitätssicherung und Systemdenken.
Aemal Sayer demonstriert Vibe Coding live mit Replit – vom Prompt zum produktionsnahen Dashboard.
Architektur: n8n Hooks + Supabase
Die Lösung basierte auf einer klaren Trennung von Logging und Workflow-Ausführung:
- n8n-Hooks erfassen jede Execution
- Die Metadaten werden sofort in eine externe SQL-Datenbank geschrieben
- Ein separates Dashboard visualisiert die Daten
Als Datenbank kam Supabase zum Einsatz. Gespeichert wurden unter anderem:
- Execution ID
- Workflow-Name
- Status
- Laufzeit
- Vollständige JSON-Metadaten
Ein JavaScript-Hook wurde in eine lokale Docker-Instanz von n8n integriert und schrieb die Daten nahezu in Echtzeit in die Datenbank. Für High-Volume-Setups ist dieser Ansatz deutlich skalierbarer als interne Datentabellen.
Die Architektur: n8n-Hooks schreiben Execution-Daten in Echtzeit nach Supabase.
Das Dashboard
Das Frontend wurde mit Next.js umgesetzt. Für performante Tabellen kam AG Grid zum Einsatz, für das UI HeroUI. Das Ergebnis:
- Übersicht über erfolgreiche und fehlgeschlagene Executions
- Filter- und Suchfunktionen
- Direkte Verlinkung zurück in die jeweilige n8n-Execution
- JSON-Inspector mit Drawer, Zeilennummern und Copy-Funktion
Gerade die Möglichkeit, die vollständigen JSON-Daten strukturiert einzusehen, stieß im Raum auf großes Interesse.
Das fertige Dashboard: Übersicht über Executions, Filter, Suche und JSON-Inspector.
Skalierung und Enterprise-Realität
In der Diskussion wurde deutlich: Observability ist keine Spielerei. Wer produktiv mit Agenten, Automatisierungen und AI-Nodes arbeitet, braucht Monitoring, Logging und saubere Datenhaltung.
Die Auslagerung in eine externe SQL-Datenbank wie Supabase ermöglicht:
- Bessere Performance
- Historische Analysen
- Skalierbarkeit bei hoher Ausführungsfrequenz
- Klare Trennung von Applikationslogik und Monitoring
Austausch und Diskussion
Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte Q&A-Runde. Themen waren unter anderem:
- Wie reif ist Vibe Coding im Enterprise-Kontext?
- Welche Datenschutz- und Compliance-Fragen ergeben sich?
- Wann lohnt sich Self-Hosting?
- Wie integriert man AI-Nodes sinnvoll in bestehende Architekturen?
Die vielen Berliner Gäste brachten zusätzliche Perspektiven aus größeren Organisationen ein. Gleichzeitig blieb die Atmosphäre typisch KI Klub Werder: offen, praxisnah, dialogorientiert.
Intensive Diskussionen nach der Präsentation – Austausch zwischen Berliner Gästen und lokaler Community.
Videoaufzeichnung
Die komplette Masterclass ist hier verfügbar:
Masterclass auf YouTube ansehen
Wer tiefer in n8n, Observability, Replit oder AI-gestützte Softwareentwicklung einsteigen möchte, findet dort einen fundierten Live-Build mit klarer Architektur und konkreten Code-Beispielen.
Der KI Klub Werder wächst weiter als Plattform für ernsthafte Auseinandersetzung mit KI jenseits von Hype. Wir freuen uns auf das nächste Meetup.